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Wiki-Wissen: Fliesenkleber

Verpackung von Flexkleber für Fliesen
Flexkleber für Feinsteinzeug und Naturstein

Für die Verlegung von Fliesen ist die Wahl des richtigen Fliesenklebers entscheidend. Der Fliesenkleber muss zu der Fliesenart und den baulichen Gegebenheiten passen. Extrem saugfähige Untergründe sollten grundiert werden. Bei der Verlegung auf der Fußbodenheizung oder im Außenbereich sollte ein geeigneter Kleber bewusst gewählt werden, denn der Kleber wird größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt. Es gibt unterschiedliche Mittel zur Befestigung von Fliesen. Bei der Wahl sollte immer die Verlegeart – Dünnbett oder Dickbett – berücksichtigt werden. Bei großformatigen Fliesen ist das gründliche, hohlraumfreie Verkleben besonders wichtig.

Die Hersteller geben an, wie lange der Kleber aushärten muss, bis die Fliesen verfugt werden können und ab wann die Fliese voll begehbar ist. Erst sobald die Fliese vollständig belastbar ist, dürfen Möbel aufgestellt und der Boden voll genutzt werden.

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Kleberarten für Fliesen:

Fliesenkleber

Oft wird von Fliesenkleber gesprochen, obwohl es sich in der Regel um Mörtel handelt, der für die Verlegung von Fliesen eingesetzt wird. In den meisten Fällen genügt der gängige Fliesenmörtel auf Zementbasis für die Verlegung der neuen Fliesen. Für saugfähige Untergründe wie Estrich, Beton oder Putz ist der Mörtel optimal geeignet. Der Zementmörtel wird als Trockengemisch verkauft und muss mit Wasser angerührt werden. Befolgen Sie für das richtige Mischungsverhältnis die Angaben des Herstellers. Da der Mörtel verhältnismäßig schnell beginnt zu trocknen, sollte nur so viel Mörtel angemischt werden wie in einem Gang verwendet werden kann.

Eine Variante ist der sogenannte Fließbettkleber, der eine andere Konsistenz als der Fliesenmörtel aufweist und eine nahezu hohlraumfreie Verklebung ermöglicht. Der Fließbettkleber wird wie der Fliesenmörtel auf einer großen Fläche verteilt und die Fliesen aufgelegt.

Tipp: Für Natursteinfliesen gibt es speziellen Mörtel, der die Fliesen nicht verfärbt.

Flexkleber

Der Flexkleber ist ein Mörtel, dem zusätzlich Kunststoffe zugesetzt werden. Durch die zugesetzten Kunststoffe erhält der Kleber auch im getrockneten Zustand seine Flexibilität und bietet eine besonders starke Haftung. Hochwertige Flexkleber sind mit einem speziellen Logo gekennzeichnet.

Der Flexkleber kann bei den meisten Verlegungen eingesetzt werden. Er eignet sich für glatte und leicht schwierige Untergründe, auch für die Verlegung von Fliesen auf Fliesen sowie die Verlegung auf einer Fußbodenheizung wird der Kleber häufig verwendet. Der Flexkleber kann leichte Schwingungen im Untergrund ausgleichen, bei größeren Schwingungen sollte allerdings eine Entkopplungsmatte eingesetzt werden. Meist ist der Flexkleber etwas teurer als der Fliesenmörtel. Besonders beliebt sind Flexkleber bei der Verlegung von großen Fliesen und von Feinsteinzeugfliesen.

Viele sogenannte Schnellkleber sind Flexkleber, die schneller härten. Schnellkleber kommen zum Einsatz, wenn der Boden schnell wieder begehbar sein muss. Häufig werden diese Kleber für Treppen verwendet.

Natursteinkleber

Für Fliesen aus Naturstein muss spezieller Kleber verwendet werden. Der Stein nimmt Feuchtigkeit auf und kann sich bei der Verwendung von ungeeigneten Zementklebern verfärben.

Dispersionskleber

Der Dispersionskleber ist ein gebrauchsfertiger Kleber auf Kunststoffbasis. Der Kleber muss nicht angerührt werden, wodurch die Verlegezeit deutlich verkürzt wird. Durch den Kunststoffanteil ist der Dispersionskleber im ausgehärteten Zustand deutlich flexibler als Mörtel. Allerdings benötigt der Dispersionskleber eine längere Zeit, um auszutrocknen, weshalb er häufig für Wandfliesen verwendet wird. Vor allem für glatte Flächen ist der Kleber gut geeignet.

Für den Außenbereich ist der Kleber nicht geeignet, denn er ist nicht frostbeständig. Der Dispersionskleber wird eher selten verwendet.

Reaktionsharzkleber

Der Kleber auf Kunstharzbasis wird in der Regel in gewerblich genutzten Gebäuden verwendet. Der Kleber eignet sich für glatte und schwierige Untergründe. Mit diesem Kleber können Fliesen auf Kunststoff, Metall oder Glas verlegt werden. Der Rektionsharzkleber wird von professionellen verwendet und kommt bei Heimwerkern in der Regel nicht zum Einsatz.

Fliesenkleber entsorgen

Es gibt unterschiedliche Anlässe, Fliesenkleber zu entsorgen. Überschüssiger Kleber nach dem Verlegen oder Kleber, der lange gelagert wurde, müssen ebenso entsorgt werden wie der ausgehärtete Kleber, der beim Fliesen entfernen anfällt. Wie der Kleber entsorgt wird, ist abhängig von seinen Bestandteilen. Flüssiger Fliesenkleber mit Lösemittel und pastenförmige Kleber müssen über die Schadstoffsammlung entsorgt werden. Ausgehärteter Zement gilt in der Regel als Bauschutt und kann in entsprechenden Containern oder auf Wertstoffhöfen entsorgt werden. Einige Kommunen erlauben kleine Menge Bauschutt über den Restmüll zu entsorgen, dies sollten Sie im Vorfeld abklären. Einige Entsorgungsstellen nehmen lediglich den ausgehärteten Kleber an, überschüssigen Kleber müssen Sie anrühren und austrocknen lassen. Auch Fliesen, an denen Kleber haftet gelten als Bauschutt. Vorsicht ist bei alten Fliesenklebern geboten. Einige ältere Fliesenkleber enthalten Asbest und müssen unter strengen Vorschriften entsorgt werden. Bei Altbausanierungen sollte daher der Fliesenkleber vor dem Entfernen geprüft werden.

  • Zementkleber: Bauschutt
  • Lösemittelhaltige Kleber: Schadstoffsammlung
  • Asbesthaltige Altbestände: spezialisierte Unternehmen

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