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Untergrund

Um den Bodenbelag fachgerecht zu verlegen, muss auf die Beschaffenheit des Untergrunds geachtet werden. Es wird zwischen mineralischem Untergrund und nicht mineralischem Untergrund unterschieden, die beide unterschiedliche Anforderungen stellen.

Anforderungen an den Untergrund

Vor der Verlegung des Bodenbelags muss die Beschaffenheit des Untergrunds geprüft werden und gegebenenfalls vorbereitet werden. Viele Hersteller geben Auskunft über die Anforderungen an den Untergrund. Die Angaben sollten unbedingt eingehalten werden, um die volle Garantieleistung zu erhalten. Der Untergrund muss eben sein, größere Unebenheiten können durch Verspachteln oder Abschleifen ausgeglichen werden. Zudem muss der Untergrund stabil und unbeweglich sein. Des Weiteren muss der Untergrund trocken sein. Verunreinigungen und Staub müssen vor dem Verlegen des Bodens entfernt werden.

  • Ebener Untergrund
  • Stabiler Untergrund
  • trockener Untergrund

Was ist ein mineralischer Untergrund?

Mineralischer Untergrund besteht aus nichtmetallischen, kristallinen Bestandteilen. Der mineralische Untergrund kann aus Mineralen wie Sand oder Lehm bestehen oder aus Stoffgemischen. Im Bau werden vor allem Gips und Beton als mineralische Untergründe verwendet. Estrich gehört zu den mineralischen Untergründen, denn er besteht aus Verbindungen mit Sand, Zement oder Calciumsulfat. Mineralische Untergründe geben Feuchtigkeit ab, was bei dem Verlegen von Boden auf mineralischem Untergrund beachtet werden muss.

Beispiele für mineralische Untergründe:

  • Estrich
  • Beton
  • Lehm
  • Gips
  • Naturstein

Was muss bei einem mineralischen Untergrund beachtet werden?

PE-Folie
PE-Folie

Insbesondere bei der Verlegung von Bodenbelägen mit feuchtigkeitsempfindlichem Kern auf mineralischem Untergrund muss auf guten Feuchtigkeitsschutz geachtet werden. Auf mineralischem Untergrund müssen Laminat und andere Beläge mit MDF-Kern oder HDF-Kern mit einer Dampfbremse ausgestattet werden. Mineralische Untergründe können Feuchtigkeit abgeben, die sich als Tauwasser niederschlägt und die Trägerplatte des Bodenbelags aufquellen lässt. Selbst Untergrund, der zunächst trocken wirkt, kann bei Temperaturänderungen Feuchtigkeit abgeben und für Kondenswasser zwischen Untergrund und Belag sorgen.

Bei schwimmender Verlegung auf mineralischem Untergrund wird eine Dampfbremse verlegt, um die Feuchtigkeit aufzuhalten. Meistens wird eine PE-Folie verwendet. Die Folie besteht aus Polyethen und wird zwischen Bodenbelag und mineralischem Untergrund montiert. Die Überlappungen und Enden können mit einem speziellen Klebeband abgedichtet werden. Wird eine zusätzliche Trittschalldämmung verlegt, liegt die Dampfsperre zwischen Untergrund und Trittschalldämmung. Alternativ können Trittschalldämmungen mit integrierter Dampfsperre verwendet werden. Dämmunterlagen mit integrierter Dampfbremse sind ebenfalls eine Alternative zur PE-Folie.

Was ist ein nicht mineralischer Untergrund?

Anders als mineralische Untergründe enthalten nichtmineralische Untergründe keine Minerale. Zu den nichtmineralischen Untergründen, die für das Verlegen von Fußböden relevant sind, gehören alte Holzböden und Textilbodenbeläge. Prinzipiell kann ein Bodenbelag auf nichtmineralischem Untergrund verlegt werden, jedoch sollte auf eine Verlegung auf altem Teppich verzichtet werden. Für eine Verlegung auf alten Böden sollten die Garantie-Bedingungen des Bodenherstellers beachtet werden.

Beispiele für nichtmineralische Untergründe

  • Holzboden
  • Fliesen
  • OSB-Platten

Was muss bei einem nicht mineralischem Untergrund beachtet werden?

Rollenkork
Rollenkork

Nichtmineralische Untergründe dürfen nicht mit PE-Folie abgedeckt werden. Eine Dampfbremse würde zur Feuchtigkeitsbildung auf dem Untergrund führen und besonders alte Holzdielen oder OSB-Platten können dadurch schimmeln. Eine gute Belüftung beispielsweise durch hinterlüftete Sockelleisten verhindert zudem unerwünschte Nässe. Um den Trittschall und Gehschall zu minimieren können Dämmmatten zwischen nichtmineralischem Untergrund und Bodenbelag verlegt werden. Da vor allem alte Böden zu nichtmineralischen Untergründen zählen, müssen die alten Beläge nach Unebenheiten abgesucht und alte Dielen oder Planken befestigt werden.

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